Prozessoptimierung

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Im Bereich der Prozessoptimierung ist im Moment viel Aufklärungsarbeit zu betreiben, denn gerade mit dem Label Big Data wird teilweise undurchsichtig und unsachgemäß umgegangen. Fakt ist aber, dass es bereits Process Mining Lösungen auf dem Markt gibt, die riesige Datenmengen in Echtzeit verarbeiten können und darüber hinaus in Verbindung mit Business Intelligence (BI) die Prozessoptimierung in starkem Maße vereinfachen und beschleunigen.

 

Durch das kontinuierliche Analysieren von strukturierten und semi-strukturierten Prozessdaten aus IT-Systemen gewinnen Unternehmen eine ganz neue Entscheidungsgrundlage und können unterschiedliche Erkenntnisinteressen befriedigen - angefangen bei Compliance-Aspekten über Revisionsfragen bis hin zu ganz konkreten Fragestellungen a la "Wie viel Skonto geht mir bei Zulieferer XY verloren?". Zusätzlich zu den aggregierten und bereinigten Datenbeständen, die klassische BI-Lösungen zur Analyse ausschließlich heranziehen, können Unternehmen auf die tatsächlich ablaufenden Prozessdaten zugreifen, Abläufe analysieren, justieren und in Echtzeit den Erfolg kontrollieren.
Grundlagentechnologien wie Automated Business Process Discovery und Process Business Intelligence sind bereits funktionierende und im Unternehmenseinsatz befindliche 'Big Data'-Ansätze. In naher Zukunft werden diese Ansätze in unterschiedlichen Ausprägungen zu Standardlösungen in Unternehmen - unabhängig von Branche und Größe - werden, da in IT-Daten ein inhärentes Optimierungspotenzial steckt, das mit Hilfe von Prozessdatenanalyse gehoben werden kann.

Marktreife Industrie 4.0-Anwendungen wie Predictive Maintenance haben den Fokus der Fertigungsindustrie stark auf die Produktions-IT gelenkt: Maschinen und Produktionsmittel, die eigenständig Informationen austauschen, sich gegenseitig steuern und selbstständig warten, machen Fabriken immer smarter. IT und Produktion verschmelzen miteinander, automatisieren Produktionsprozesse und verändern die Geschäftsbeziehung zwischen Firmenmitarbeitern, Kunden und Zulieferern. Produzierende Unternehmen, die sich die Segnungen der Digitalisierung zunutze machen möchten, sollten nicht nur ihre Produktions-IT vernetzen. Um die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu machen, müssen sie zudem eine effiziente und sichere Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sicherstellen. Kaum etwas wirkt sich in der Industrie so nachteilig aus, wie eine schlechte Produktqualität und eine Unterbrechung von Produktionsprozessen. Beides führt zu Stückzahlverlusten und Umsatzeinbußen. Seit die IT Einzug in die Produktion hält, setzen immer mehr Unternehmen intelligente Softwarelösungen ein, um produktions- und prozessbedingte Schwierigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Gleichzeitig verfolgen Anwender mit Industrie 4.0 das Ziel, die Kapazitätsauslastung in den Fabriken zu verbessern und individuelle Kundenwünsche schneller umzusetzen.

 

Die Optimierung von Produktionsprozessen wirkt sich damit auch auf die Arbeitsweise aller Beteiligten aus: den Produktionsmitarbeiter, der sich mit den Fachabteilungen abstimmt, den Zulieferer, der das richtige Material in der benötigten Qualität bereitstellt, den Spediteur, der die Waren fristgerecht transportiert, und natürlich den Kunden, dessen individuelle Wünsche im gesamten Fertigungsprozess zu berücksichtigen sind.